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Gestern Mittag traf ich mich mit Lea zum Lunch. Während wir gemütlich zusammen saßen kam mal wieder unser Lieblingsthema auf: Die Männer. Lea ist ja nun schon seit einiger Zeit in einer glücklichen Beziehung mit Nick, hat bereits einige Höhen und Tiefen in der Partnerschaft kennengelernt und ist sich einer Sache sicher: Nick ist ihr Traummann. Der Mann, dem sie eines Tages das „Ja“-Wort geben will, der Mann, mit dem sie sich Haus und Kinder vorstellen kann. Sie hat mir verraten, dass sie in manchen Momenten mit Nick schon auf einen Antrag gehofft hat, aber sie war auch nicht allzu sehr enttäuscht, dass er sie noch nicht gefragt hat. Was die Ehe betrifft will sie ihn nicht unter Druck setzen und sich selber natürlich auch nicht.

Für Männer ist es auch total abschreckend, wenn sie permanent von ihrer Partnerin unter Druck gesetzt werden. Auch wenn Lea total offen für die Ehe ist, hat sie insgeheim auch Angst davor. Genau genommen Angst vor einer Scheidung, nachdem sie sich die Scheidungsrate mal näher angeschaut hat. 30 bis 50 Prozent aller Ehen werden wieder geschieden. Das bedeutet fast die Hälfte aller Paare, die sich ewige Liebe geschworen haben, konnten dies nicht einhalten.

„Wie kann das sein? Seit wann ist die Scheidungsrate so hoch? Ist die Ehe heutzutage, wie vieles andere auch, zum Wegwerfprodukt geworden?“, fragte Lea mich.

Das ist eine wirklich gute Frage, die sich bestimmt schon einige Frauen gestellt haben. Das Entscheidende bei diesem Gedanken ist allerdings, dass zwar heutzutage einige Ehen wieder geschieden werden, aber das gemeinsame Zusammenleben der Ehepartner noch nie von so langer Dauer war wie heute.

Warum ist das so?

1. Hohe Lebenserwartung

Ein Grund dafür, dass die Ehen damals gehalten haben und heutzutage oftmals nicht, ist schlicht und einfach die niedrige Lebenserwartung der Menschen früher. Im 18. Jahrhundert ist der Mensch im Durchschnitt gerade mal 30 Jahre alt geworden. Wer sich da also den Schwur „Bis dass der Tod uns scheidet“ gegeben hat, konnte ihn auch leichter einhalten.

2. Äußere Rahmenbedingungen

Fernab vom medizinischen Fortschritt, der uns heute dreimal so alt werden lässt wie im 18. Jahrhundert, kamen zur damaligen Zeit noch äußere Rahmenbedingungen hinzu, die dazu führten, dass die Ehe zwangsläufig länger hielt.

Zum Einen gab es die typische Rollenaufteilung der Geschlechter. Die Mutter war von Beruf Mutter und Hausfrau und der Mann war der Arbeiter, der das nötige Geld zum Überleben nach Hause brachte. Selbst wenn zum Beispiel die Frau nicht mehr glücklich mit ihrem Ehemann und Vater der Kinder war, konnte sie sich nicht einfach von ihm trennen, da ihr dann das Geld fehlte und sie selber nicht in der Lage war sich und die Kinder finanziell zu versorgen.

Eine weitere äußere Rahmenbedingung, die die Ehepaare damals zwangsläufig zusammenhielt, war die Kirche. Im Gegensatz zu heute hatte die Kirche einen großen Einfluss auf die Menschen. Nicht nur, dass man sich vom Partner nicht (leicht) trennen konnte, wenn man mit ihm nicht mehr glücklich war, in manchen Fällen hatte man erst gar keine andere Wahl als diesen bestimmten Menschen zu heiraten. Beispielsweise, wenn die Frau schwanger war.

Zusammengefasst: Eine Scheidung ist mittlerweile einfach möglich. Da es keine äußeren Rahmenbedingungen mehr gibt, die die Ehepaare zusammenhält, sind sie frei sich zu trennen. Doch das bestätigt noch lange nicht die Frage, ob die Ehe zum Wegwerfprodukt geworden ist. Ich habe es schon von vielen Männern und Frauen gehört, dass sie der Meinung sind die Beziehungen werden heutzutage zu leichtfertig aufgelöst. Die heutigen Paare geben sich meist keine Mühe mehr ihre Beziehung aufrecht zu erhalten und sind ständig auf der Suche nach einem besseren Partner.

„Glaubst du denn das ist nicht so, Petra?“, fragte Lea mich.

Früher wollten sich auch schon viele Paare trennen, nur sie konnten nicht. Ich finde diese Freiheit heutzutage wirklich gut. Wir können uns den Mann aussuchen, den wir wirklich wollen und werden nicht lebenslänglich an ihn gebunden, weil wir schwanger sind. Auch wenn der Mann in der damaligen Ehe schwere Alkohol- und Aggressionsprobleme hatte, musste die Frau wider Willens bei ihm bleiben. Diese Freiheit ermöglicht uns heute unsere Traumbeziehung führen zu können. Ich glaube aber nicht, dass sie dazu genutzt wird jede Beziehung leichtfertig zu beenden und sich in die nächst beste zu stürzen. Eine Trennung oder Scheidung ist gut überlegt und passiert nicht von heute auf morgen. Zumindest in den meisten Fällen nicht. Wie du eine dauerhaft glückliche Beziehung führst, klicke hier!

Die Stabilität der Ehen hängt fast ausschließlich an unseren persönlichen Grenzen und Fähigkeiten, mit unserem Partner klar zu kommen.

Hier sind zwei Gründe, aus denen sich heutzutage viele Paare trennen:

1. Verlust der Autonomie

Dieser Punkt ist immer ein großes Hindernis in Beziehungen. Das gemeinsame Wir aufrecht zu erhalten, und dabei das eigene Ich nicht zu verlieren. Einige Menschen machen am Anfang den Fehler und geben sich vollkommen dem Partner hin, während sie sich selbst dabei vergessen. In der Verliebtheitsphase fällt es einem meist nicht auf, denn da überwiegt das gemeinsame Miteinander. Darüber hinaus bemerkt man dann erst, wie sehr man sich von den eigenen Bedürfnissen entfernt hat.

Die zentrale Aufgabe in einer Partnerschaft ist also den perfekten Ausgleich zwischen Autonomie und Bindung zu finden.

„Und wie genau findet man diesen perfekten Ausgleich? Was kann man gezielt tun, um sich selbst in einer Beziehung nicht zu verlieren?“, fragte Lea mich sofort.

Damit die Beziehung lebendig bleibt, braucht es ein ständiges Wechselspiel zwischen „Ich“ und „Wir“. Das bedeutet jeder der beiden Partner sollte für genügend Wir- und Ich- Zeiten in der Beziehung sorgen. Um aktiv dafür zu sorgen, musst du also sowohl die Nähe zu deinem Partner zulassen können, als auch die Distanz, um dich vollkommen auf dich zu konzentrieren. Die Distanz findet sich keinesfalls in einer Trennung wieder. Es gibt genügend Möglichkeiten sie auch in einer Beziehung zu finden.

Wichtig ist auch, dass der Partner für den individuellen Freiraum des jeweils anderen offen ist. Gerade Männer brauchen ihren Freiraum in einer Beziehung. Paare, die für den Freiraum des anderen offen sind, tun so mehr für die Stabilität der Partnerschaft als wenn sie sich gegenseitig überwachen und kontrollieren wollen. Kann es sein, dass Männer Angst vor einer Beziehung mit dir haben? Um das herauszufinden, klicke hier!

2. Kommunikationsunterschiede zwischen Mann und Frau

Eine Situation, die vor kurzem bei Lea und Nick stattgefunden hat, ist ein gutes Beispiel für die Kommunikationsunterschiede zwischen Mann und Frau. Lea kam von einem anstrengenden Arbeitstag abends nach Hause. Sie musste Überstunden machen und hat sich noch dazu über einen Arbeitskollegen aufgeregt. Als sie abends wieder zu Hause war, wollte sie Nick von ihrem Tag erzählen. Sie fing gerade erst an und Nick unterbrach sie schon beim zweiten Satz und warf seine gut gemeinten Ratschläge dazwischen ein.

„Rede doch einfach mit deinem Kollegen, dann wird sich euer Verhältnis schon wieder verbessern und alles ist in Ordnung.“

Lea wollte weiter mit Nick reden, doch er glaubte fertig zu sein, da er ja bereits die Lösung für ihr vermeintliches Problem geliefert hat. Dieses Gespräch endete schließlich im Streit, doch keiner wusste so wirklich warum.

Was hier vorliegt ist ein klassisches Problem der Kommunikationen von Mann und Frau.

Lea wollte einfach mit ihrem Partner über ihren Tag und ihre Gefühle sprechen und Nick wollte ihr eine Lösung für ihr vermeintliches Problem bieten. Männer sind generell sehr lösungsorientiert und glauben sie müssten bei jedem Gespräch eine Lösung mit einbringen, damit dieses Gespräch befriedigend beendet werden kann. Ihnen geht es meist um die „Sache.“ Das heißt in diesem Fall ist die „Sache“ das Verhalten von Lea’s Arbeitskollegen.

Für die Frauen geht es bei Gesprächen jedoch meist gar nicht um eine Lösung. Ihnen geht es um Aufmerksamkeit, Verständnis und Mitgefühl. Nach dem anstrengenden Arbeitstag hatte Lea das Bedürfnis ihre Gefühle und Gedanken mit ihrem Partner zu teilen. Sie wünschte sich volle Aufmerksamkeit von Nick. Seine gut gemeinten Ratschläge brauchte sie auch überhaupt nicht, da sie selbst weiß wie sie mit ihrem Arbeitskollegen am besten umgeht.

Für Männer ist es aber schwer zu verstehen, dass sie oft dann am hilfreichsten sind, wenn sie einfach zuhören und schweigen.

Wie kann man als Paar am besten mit den besagten Kommunikationsunterschieden umgehen?

Ein wichtiger erster Schritt ist schonmal sie zu sehen und anzuerkennen. Beide Partner sollten sich über die Verschiedenheiten im Klaren sein, damit sie auf den jeweils anderen besser eingehen können. Es ist schon hilfreich, wenn die Frau sich auch mal an den sachlichen Gesprächen des Mannes beteiligt und es ihm nicht übel nimmt, wenn er versucht mit Ratschlägen zu helfen statt ihr sein Mitgefühl zu schenken.

Der Mann sollte sich auch mal mit Problemlösungen zurückhalten und einfach nur zuhören.

Allerdings bezieht sich das natürlich nicht auf alle Männer und Frauen, sondern lediglich auf die Mehrheit. Es gibt auch Männer, die sich eher im typischen Verhalten der Frau sehen. Andersherum gibt es auch Frauen, die eher auf der „männlichen“ Ebene kommunizieren.

 

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xoxo Miss P

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