Vor kurzem fragte mich eine Klientin: “Ich bin schon einige Zeit Single. Immer wenn ich jemanden kennen lerne, der zu mir passen könnte, bekomme ich starke Verlustängste.” Wie schafft sie es Verlustängste erfolgreich zu bekämpfen, um für die Beziehung bereit zu sein?

Jeder Mensch hat Ängste und auch jeder Mensch hat Verlustängste. Wir haben Angst davor Geld zu verlieren, unsere Schönheit und Jugend zu verlieren, unseren Besitz zu verlieren, Familienmitglieder zu verlieren, eine Wahl zu verlieren, ein Fußballmatch zu verlieren, oder eine Partner zu verlieren.

Schau dir unbedingt gleich mein Video an und du erfährst wie du deine Verlustangst auflösen kannst und sicherer im Umgang mit ihm wirst.

 

Verlustängste sind allgegenwertig

Der Besitz von Dingen und das Erreichen von Zielen, bringt automatisch die Angst vor dem Verlust mit sich. Das ist so, wie der Sonnenaufgang eines neues Tages, den Sonnenuntergang des selben Tages in sich trägt. So wie ein glückliches Lachen bedeutet, dass du auch irgendwann weinen wirst. Das sind die Gegensätze und so ist unsere Welt bzw. unser Verständnis von der Welt nun mal aufgebaut.

Ist das gut so? Oder ist das schlecht? Selbst bei dieser Frage zeigt sich die Polarität. Vielleicht ist es einfach wie es ist und wir nehmen es in Kauf, dass der “Besitz” eines schönen Momentes vergänglich ist und dass er genau deshalb so kostbar ist.

Was tun mit der Verlustangst? Erfahre hier mehr über den Freiheitsdrang der Männer.

Die Angst vor dem Verlust blockiert dich und verhindert, dass du dein Leben genießen kannst. Auch führt sie dazu, dass du die geliebten Dinge vielleicht sogar noch eher verlierst, weil du zu verbissen oder zu verschreckt handelst.

Wie werde ich meine Verlustangst los?

Die Angst davor, einen geliebten Menschen zu verlieren oder seine Anerkennung, seine Liebe zu verlieren, ist so alt wie die Menschheit selbst. Früher war unser Überleben davon abhängig, dass man uns liebte und akzeptierte.

Die Steinzeitfrau war abhängig vom Steinzeitmann. Ohne ihn und die Horde konnte sie nicht mit ihren Kindern überleben. Sie war darauf angewiesen “zu gefallen” und akzeptiert zu werden.

Ein Verlust des schützenden Mannes und ein Verlust der Horde, hätte für sie den Tod bedeutet. Kein Wunder also, dass sie Todesangst hatte.

Die moderne Steinzeitfrau von Heute braucht sich nicht zu fürchten; sie kann allein überleben, einen neuen Mann finden, sich Hilfe und Unterstützung von Freunden und Bekannten suchen oder wenn sie niemanden hat, auch bei Institutionen, Vereinen oder sogar in Social Media.

Du bist nicht allein und du brauchst dich nicht zu fürchten. Habt ihr eine Fernbeziehung? Dann hilft dir dieser Blog.

Diese 6 Schritte helfen dir beim Überwinden von Verlustangst:

1. Man muss vor nichts Angst haben, außer vor der Angst selbst

Angst ist ein Gefühl, das immer VOR dem eigentlichen Ereignis eintritt. Die Angst vor dem Verlassenwerden hat man nicht mehr, wenn man verlassen wurde. Wenn man verlassen wurde, hat man Schmerz, Kummer und Trauer, aber keine Angst vor dem Verlassenwerden. Man hat vielleicht Angst nie wieder jemanden zu finden, aber das ist auch wieder VOR dem eigentlichen Ereignis, denn dass man nie wieder jemanden findet, das kann man erst beurteilen, wenn man im Sterben liegt.

Es ist also surreal und stört dich nur dabei, dein Leben zu genießen und dein Leben zu leben. Du kannst die Probleme sowieso erst lösen, wenn sie da sind und nicht schon davor.

Durch die Angst davor, wirst du dich seltsam verhalten, du wirst vielleicht jede Handlung deines Partners als Zurückweisung interpretieren, wirst ihm vielleicht Vorwürfe machen oder dich unterwürfig oder eigenartig benehmen.

Genau diese Angst führt dann dazu, dass der Partner dich verlässt oder anders behandelt.

Das gleiche Prinzip gilt auch für Freundschaften, Arbeitskollegen und jede Art von menschlicher Beziehung. Wenn du Angst davor hast, von deinen Kollegen nicht akzeptiert zu werden oder denkst, jemand will dich ausnutzen, dann wirst du dich seltsam verhalten. Das führt dazu, dass die Menschen auf dich seltsam reagieren und du denkst, dass du recht hast.

Eine selbst erfüllende Prophezeiung.

Dreh das Ganze um. Anstatt auf alle Anzeichen zu achten warum es nicht passt, achte doch einmal auf alle Anzeichen die passen!

Mach dir gleich eine Liste: Woran merkst du, dass der Partner sehr wohl Interesse an dir hat? Oder: Woran merkst du, dass du dich sehr wohl geliebt fühlst?

2. Wie willst du dich eigentlich fühlen?

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Menschen die Probleme haben, immer davon sprechen, wie sie sich nicht fühlen wollen und was sie nicht erleben wollen?

Das ist in etwa so, wie wenn du versuchst Autofahren zu lernen, indem du dir ständig sagst, dass du nicht gegen die Wand fahren möchtest.
Nicht sehr sinnvoll, nicht wahr?

Drehe deine Sprache um: Was willst du fühlen? Wie willst du dich fühlen? Was willst du erleben?

Ich weiß, dass diese Übung für die meisten Menschen mit Liebeskummer oder Verlustangst, eine sehr schwierige Übung ist und man gewöhnt sich nicht von heute auf morgen um. Du musst es ja nicht gleich perfekt machen, fang einfach jetzt damit an.

Immer wenn du daran denkst, formuliere deine Sätze positiv, lösungs- und zielorientiert.

3. Hast du eine Ahnung, woher diese Angst eigentlich kommt?

Eine Klientin hat als kleines Kind die Scheidung der Eltern miterlebt. Eine andere musste als Kind oft umziehen und hat in 12 Jahren Schullaufbahn, 8 Mal die Schule gewechselt. Jeder von uns hat seine eigene Geschichte und fast niemand hat seine Kindheit und Jugend ohne Blessuren überstanden. Das ein oder andere Drama gehört nunmal dazu und es hat uns auch zu den Menschen gemacht, die wir heute sind.

Lerne nun deiner Vergangenheit und allen Beteiligten zu vergeben. Nimm es an und kämpfe nicht mehr dagegen.

Schreib dir alles vom Herzen und überlege auch wofür das alles gut war und was du dadurch gewonnen hast.

4. Übe Visualisierungen

Im Coaching nutze ich Hypnose um den Klienten dabei zu helfen, ihre Gefühle positiv zu programmieren. Hypnose oder Meditation sind die effektivsten Hilfsmittel um Ängste zu überwinden.

Wenn du wieder einmal Angst hast, dann lege dich für einen Moment hin und atme tief durch. Beobachte deine Gedanken und anstatt ihnen zu folgen, benenne sie: zB.: “Er wird mich wieder verlassen” – SAG: “Hallo Angst.” und “Niemand liebt mich” – SAG: “Hallo Wertlosigkeit” oder “Ich habe alles falsch gemacht” – SAG: “Hallo Schuldgefühl”…

Begegne deinen Gefühlen ganz neutral, es sind nur Gefühle. Sie können dir nichts tun.

Begrüße sie und heiße sie Willkommen. Wenn du das eine Weile geübt hast, dann kannst du auch versuchen positive Gedanken kommen zu lassen. zB.: “Ich finde ich mache das ganz toll.” SAG: “Hallo Selbstwert!”

5. Misstraue (manchmal) deiner inneren Stimme

“Ich weiß genau warum er das macht. Er will mich sicher betrügen….”

Diese Art von innerer Stimme ist NICHT deine Intuition, sondern die Stimme der Angst. Wir wissen nicht immer, warum andere Menschen Dinge tun, was sie planen oder vorhaben könnten.

Wenn du so genau immer weißt, was dein Partner vorhat, dann brauchst du keine Angst zu haben, dann müsstest du dich vollkommen sicher fühlen und du solltest als Hellseher arbeiten.

Vertraue nicht immer auf diese Stimme der Angst. Oft ist sie nur ein einprogrammiertes altes Blabla, das irgendwann in deiner Kindheit oder Jugend oder durch ein traumatisches Erlebnis entstanden ist.

Vorsicht vor dem inneren Radio!

6. Du wirst überleben

Auch wenn dein Traummann dich verlässt, auch wenn alle Männer dich verlassen, du wirst überleben! Du wirst trotzdem glücklich sein können und du wirst trotzdem ein wunderschönes Leben führen können.

Wie das? Nun, in dem du erkennst, dass dein Glück nicht von einem Mann abhängt und schon gar nicht von nur einem Einzigen. Du kannst jederzeit ein glückliches Leben führen.

TIPP: Frage dich: Was passiert wirklich?

Wenn er dich verlässt, was dann?

Wenn er dich betrügt, was dann?

Du wirst traurig sein. OK. Wie lange? 3 Wochen, 3 Monate, 3 Jahre?

Was wirst du dann tun? Wie wirst du dann damit umgehen?

Bei Angst fehlt uns manchmal die Langzeitstrategie, wir denken nur über den nächsten Moment nach. In Wirklichkeit ist der Mensch unglaublich robust und wir stehen immer wieder auf, egal was passiert ist.

 

 

 

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