Kennst du das auch? Du hast deinen absoluten Traumtypen gefunden, aber er zeigt kein Interesse an dir und du musst leider du zu dem Schluss kommen: Er will mich nicht. Die Männer, die dich wollen, interessieren dich aber leider überhaupt nicht. Woran liegt das? Und wie kommst du aus diesem Schlamassel heraus? Die Antwort liegt in negativen Verhaltensmustern, die wir uns unterbewusst angeeignet haben. Ich erkläre dir hier zwei Beziehungsmuster, die Männer direkt in die Arme einer anderen Frau treiben, und was du dagegen tun kannst, damit er sich ab jetzt für dich interessiert.

Ich hatte selbst lange Zeit Probleme damit, eine glückliche und erfüllende Beziehung zu führen und weiß genau, wie du dich fühlst. Irgendwie hat es einfach nie richtig gepasst und selbst mein absoluter Schwarm hat sich in meiner Schulzeit nach nur 5 Tagen direkt wieder von mir getrennt und ist in die Arme seiner Ex zurückgelaufen. Warum? 

Unser Unterbewusstsein bestimmt über unser Verhalten

Die Antwort liegt in der menschlichen Natur. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und tendiert dazu, sich Verhaltensmuster anzugewöhnen. Das gilt für alltägliche Dinge, wie zum Beispiel “Wo gehe ich einkaufen?” genauso wie für unser Verhalten in romantischen Beziehungen. Schon als Kind saugt unser Unterbewusstsein auf, wie sich die Menschen um uns herum verhalten. Was für eine Beziehung führen zum Beispiel unsere Eltern? Meistens verhalten wir uns selbst unterbewusst entweder sehr ähnlich oder gehen ganz ins andere Extrem, um zu vermeiden, dass wir so werden wie sie. Möchtest du mehr über die Verletzungen des inneren Kindes wissen? Dann schau mal hier vorbei.

Es gibt ein paar Menschen unter uns, die einfach Glück gehabt haben. Sie sind in einem liebevollen und sicheren Zuhause aufgewachsen. Ihre Eltern hatten selbst eine liebevolle und erfüllte Beziehung und sie wissen einfach so, wie man sich in einer Beziehung richtig verhält. Das sind aber nur wenige. Die allermeisten von uns haben unterbewusst gewisse Beziehungsmuster entwickelt, die dafür sorgen können, dass unser Traummann schnell das Weite sucht. Hier erkläre ich dir die zwei negativen Muster Dominatrix und Opfer und wie du sie durchbrechen kannst, damit dein Traummann bei dir bleibt. Im nächsten Artikel geht es mit zwei weiteren Rollen weiter.

Zwei Gegenpole: Dominatrix & Opfer

Die Dominatrix ist eine toughe Frau und starke Persönlichkeit. Sie hat die Hosen in der Beziehung an und sagt, wo’s lang geht. Sie trifft die Entscheidungen – und zwar alle. Und es fällt ihr sehr, sehr schwer die Kontrolle abzugeben und anderen Menschen zu vertrauen. Sie macht eigentlich lieber alles alleine.

Meine Nachbarin zu meinen Studienzeiten in Wien war so ein Mensch. Und sie hat sich als Partner das exakte Gegenstück gesucht. Ihr Mann war ganz weich und sanft. Fast wie ein Teddybär. Er hat ja und Amen zu allem gesagt und sich ihr immer untergeordnet. Er war also das männliche Opfer. Irgendwie haben die sich schon ergänzt, dachte ich damals. Aber kein Mensch kann immer nur schlucken und ja sagen. 

Das wurde mir dann klar, als er sich – sobald sie weg war – ständig lautstark depressive Musik angehört hat und es auf seiner gesamten externen Festplatte nur Horrorfilme und Psychothriller gab. Eigentlich wollte ich ja sowas wie Pretty Woman oder so sehen. Naja, das war wohl nichts. Ab da wusste ich: Der Mensch braucht ein Ventil! Und dieses Paar hat sich auch nicht wirklich gut ergänzt. Sie haben eigentlich jeweils die schlechtesten Seiten des Partners zum Vorschein hervorgeholt. 

Polarity Responder: die Korrektur ins andere Extrem

Aber woran liegt das und warum haben sie sich so verhalten? Sie waren beide Polarity Responder. Das bedeutet, dass sie beide in der Kindheit Verhaltensmuster von ihrem Umfeld als negativ wahrgenommen haben und es selbst anders – und eigentlich besser – machen wollten. Ihre Eltern waren Hippies. Sie durfte alles machen, was sie wollte und hatte überhaupt keine Grenzen. Die Eltern haben das gut gemeint. Sie selbst kamen ja aus einem konservativen Elternhaus, in dem sie keine Freiheiten hatten, und wollten auch alles anders und besser machen. Leider haben sie das Ziel dabei ein bisschen verfehlt. Das Kind hatte überhaupt keine Struktur, keine Routine und keine Sicherheit. Deshalb musste sie als Erwachsene alles kontrollieren.

Er hingegen ist in einem SOS-Kinderdorf unter sehr schwierigen Bedingungen aufgewachsen und wollte einfach nur das harmonische Familienleben, das er als Kind selbst nie erlebt hat. Dafür war ihm auch jedes Mittel recht. Statt auf gleicher Augenhöhe mit seiner Frau zu kommunizieren und Konflikte sachlich zu besprechen, hat er sich einfach untergeordnet, um den Frieden zu wahren. Wenn wir uns allerdings immer nur unterordnen, richten wir die Aggression, die wir ja trotzdem verspüren, nach innen statt nach außen. Das ist sehr ungesund und endet oft in einer Depression oder sogar in selbstverletzendem Verhalten. 

Hätte man diese Beziehung retten können? Ja! Auf jeden Fall! Der Frau gefällt es ja eigentlich gar nicht, so kontrollierend und hart sein zu müssen. Eigentlich würde sie sich danach sehnen, sich fallen lassen zu können und endlich weiblich zu sein. Aber dafür braucht sie einen starken Mann, auf den sie sich stützen und verlassen kann. Und ihr Mann hätte mit etwas Selbstbewusstseins-Coaching bestimmt dieser Mann werden können. Leider haben die beiden sich schon lange getrennt.

Er will mich nicht: So durchbrichst du negative Beziehungsmuster 

Weder das Opfer noch die Dominatrix leben ihr authentisches Selbst. Während du als Opfer denkst, dass du wertlos und unterlegen bist, denkt die Dominatrix, dass der eigene Partner unfähig ist und sie sich nicht auf ihn verlassen kann. Das weibliche Opfer lässt zu, dass ihr Partner ihre Gefühle ständig verletzt und missachtet und schluckt das einfach. Die Dominatrix hingegen sieht sich dazu gezwungen, zu kontrollieren und hart zu sein – und dabei eben auch Gefühle zu verletzen– weil sie keine andere Möglichkeit sieht, um die Kontrolle zu behalten.

Er will mich nicht: Die Lösung

Als Opfer musst du Kraft und Selbstachtung finden und authentisch Grenzen setzen. Du musst aussprechen, was du denkst und was du brauchst. Nur so wird dein Partner dich respektieren. Das ist gerade am Anfang sehr schwer, aber unbedingt notwendig, damit du dich selbst auch lieben und respektieren kannst. So wirst du eine sanfte, empathische und authentische Königin. Schau dir dazu unsere Beiträge zum Thema Selbstbewusstsein stärken und Grenzen setzen und NEIN sagen an.

Als Dominatrix musst du lernen loszulassen. Es ist wichtig zu verstehen, dass maskuline Männer, die dir Sicherheit geben können, nicht auf harte, kalte und unnahbare Frauen stehen. Sie möchten keinen Machtkampf mit einer Partnerin, die ständig die Kontrolle an sich reißen will. Sie möchten schon eine selbstbewusste Frau, die weiß, was sie möchte und sie darf auch stark sein. Aber Stärke bei Frauen ist nicht gleich Härte. Stärke ist bei Frauen herzlich und weich, aber bestimmt. Wenn du einen selbstbewussten und attraktiven Mann haben möchtest, musst du deine feminine Seite stärken und in deine Persönlichkeit integrieren. Du musst zulassen, auch Verletzlichkeit zu zeigen. Außerdem sind Fröhlichkeit, Leichtigkeit und Leidenschaft Eigenschaften, die Männer unwiderstehlich finden. So kannst du eine starke feminine und liebevolle Königin werden. Wie du deine Weiblichkeit stärkst, erfährst du hier.

Was ist die Absicht hinter dem Verhaltensmuster?

Kannst du dich in diesen Muster wiederfinden? Ich selbst bin regelmäßig zwischen der Opferrolle und der Dominatrix hin und her geschwankt. Mal wollte ich alles kontrollieren und mal wollte ich meinem Partner alles recht machen – je nachdem, was für ein Mann mein Partner war. Aber warum habe ich mich eigentlich so verhalten? Und wieso verhältst du dich auch so? 

Hinter diesen negativen Beziehungsmustern steht eigentlich eine gute Absicht. Eine Dominatrix möchte in der Regel nicht alles kontrollieren, weil sie machtgeil ist. Sie möchte einfach, dass alles gut läuft und erledigt wird. Und da sie halt das Gefühl hat, dass sie anderen Menschen nicht vertrauen kann, muss sie halt kontrollieren und bestimmen. Der Opfer-Frau gefällt es in ihrer Rolle auch nicht. Aber sie möchte einfach nur Harmonie. Sie will, dass die Beziehung hält und der Partner sich wohl fühlt.

Erschaffe eine neue Zukunft

Um diese negativen Muster dauerhaft zu durchbrechen, müssen wir uns folgende Fragen stellen:  

Auf welche andere Art und Weise kann ich das Ziel erreichen, ohne in diese Muster zu verfallen? Wie kann ich mit einem positiven Muster das gleiche erreichen?

Diese Fragen kannst nur du selbst beantworten. Überlege genau, was deine positive Absicht ist, und mache dir Gedanken dazu, wie du sie erreichst, ohne dein authentisches Selbst zu verleugnen, und übe es! Wie gesagt, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn du bewusst andere Entscheidungen triffst als bisher, werden sich früher oder später positive Beziehungsmuster daraus ergeben und du wirst nicht mehr ständig das Gefühl haben “Er will mich nicht.”

Erwecke die Königin in dir

Das waren zwei von insgesamt acht negativen Beziehungsmustern. In meinem nächsten Beitrag erfährst du, warum du ständig betrogen wirst oder die ewige Zweitfrau bist.

Möchtest du die restlichen vier Rollen auch noch kennenlernen? Die besprechen wir in meinen zwei “Erwecke die Königin” Seminaren Ende Juni in Frankfurt und Zürich oder auch online. Außerdem lernst du, wie du dein inneres Kind heilst und die Ausstrahlung und Einstellung einer Königin bekommst. Hier findest du mehr Infos zu den Terminen.

Glückliche Beziehung JETZT - So bekommst du deinen Traummann!

In 6 Schritten zur glücklichen Beziehung: Die exakte Strategie, wie ich als Single-Mutter meinen Traummann bekommen habe.

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